Die katholischen Kindergärten in Leinfelden-Echterdingen sind zertifiziert
Dienstag, 20. Juli 2010

Jede Organisation, so auch Kindergärten und Kindergartenträger, haben ihre eigenen Spielregeln, nach denen gelebt und gearbeitet wird. Die Gestaltung von Spielregeln und ihre Einhaltung wird im allgemeinen "Management" genannt. Kindergärten werden gemanagt vom Kindergartenträger, der Verwaltung und natürlich von den Leiterinnen und den Erzieherinnen der Kindergärten.

Es gibt eine internationale Norm, die in mindestens 100 Ländern für das Gestalten von Organisationen verbindlich ist, nämlich die ISO 9001. Diese Norm legt für Organisationen aller Art fest, was unbedingt geregelt werden muss. Wie es geregelt wird, das bestimmen die einzelnen Organisationen selbst. Das bewusste Setzen, Einhalten und vor allem zielgerichtete Weiterentwickeln von Regeln wird auch Qualitätsmanagement bezeichnet.

Der Kindergartenträger und die Kindergärten der Kath. Seelsorgeeinheit Leinfelden-Echterdingen haben die geforderten Spielregeln für sich erarbeitet. Es sind die Abläufe und Strukturen, die das Leben in den Einrichtungen bestimmen und die sich an den Gesetzen und pädagogischen Anforderungen orientieren. Was schriftlich geregelt werden musste und konnte, wurde auch schriftlich formuliert und in einem so genannten Qualitätsmanagement-Handbuch niedergelegt.

Am Projekt beteiligt waren der Erlachkindergarten in Stetten, die Kindergärten St. Martin in Musberg, St. Michael in Echterdingen und St. Franziskus in Leinfelden . Diese vier katholischen Kindergärten haben vor allem pädagogische Standards und Verfahrensanweisungen erstellt z.T. gemeinsame aber auch individuelle Regeln. Dasselbe hat der Kindergartenträger für seinen Arbeitsbereich gemacht. Die vier Kindergärten und alle ihre Erzieherinnen sind durch das gemeinsame Projekt enorm zusammengewachsen und konnten viel voneinander lernen.

Nur durch großes Engagement der Beteiligten konnte dieses ambitionierte Projekt erfolgreich durchgeführt werden. Zwei wesentliche Meilensteine sollten erreicht werden:

  • alle Erzieherinnen sollten den Lehrgang zur Qualitätsbeauftragten im Erziehungswesen bestehen (Klausur, und nachgewiesene Hausarbeit und nachgewiesene Gruppenarbeit)
  • die Zertifizierung aller vier Kindergärten und der Kirchenpflege nach ISO 9001 und dem Gütesiegel KTK, dem Standard der Kath. Kindertagesstätten.

Moderiert wurden die Kindergärten und ihr Träger dabei von Dr. Claus Offermann, der über reichliche Erfahrungen im Bereich Soziales, Gesundheit und Bildung verfügt und auch als Geschäftsführer von über 30 Kindertagesstätten tätig war.

Die Prüfung zur Qualitätsbeauftragten im Erziehungswesen wurde bereits Mitte März für alle Erzieherinnen erfolgreich abgeschlossen. Die Zertifizierung nach ISO 9001 feiern wir heute am 19. Juli 2010. Das Zertifizierungsverfahren wurde von ZertSozial durchgeführt. ZertSozial ist von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) des Bundeswirtschaftsministeriums speziell für die Zertifizierung von Einrichtungen des Sozial-, Gesundheits- und Bildungswesens zugelassen.

Mit der Zertifizierung ist das Qualitätsmanagement-Thema allerdings nicht abgeschlossen. Zum einen kommt die ISO-Prüferin von ZertSozial jedes Jahr, um die Einhaltung und Weiterentwicklung der Spielregeln zu überprüfen. Zum zweiten wird im nächsten Jahr voraussichtlich auch das Gütesiegel KTK des Bundesverbandes Katholischer Kindertagesstätten dazukommen. Die Erzieherinnen und der Kirchenpfleger sind auf diese Prüfung bereits jetzt gut vorbereitet.

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